Als Liebhaber der amerikanischen Kultur (
ich habe Übergewicht und Bluthochdruck), habe ich mit Freude vernommen, dass die Dixie Chicks in allen Kategorien, in denen sie nominiert waren, die Grammys gewonnen haben.
Die drei Damen hatten kurz vor Beginn des Irak-Krieges 2003 bei einem Auftritt Kritik an ihrem Commander und Chief George Bush geübt und wären deswegen beinahe von einem aufgebrachten Mob Hillbillies gelyncht worden.
Viele Country-Radiosender boykottierten daraufhin die Dixie Chicks und sogenannte Fans verbrannten öffentlich ihre Platten (
besser sich selbst, zwecks Aufmerksamkeit!)
Lange war es ruhig um sie geworden, wie übrigens auch um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak.
So befürchtete ich schon, dass die Bandmitglieder irgendwo in ihrer Heimat Texas an einem Baum hängen und in der Sonne verwesen, aber zum Glück falsch gedacht.
Die drei resoluten Ladies beweisen einem nicht nur, dass Intelligenz und gutes Aussehen sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, sondern, dass es auch in den größten Momenten der Not eine Stimme der Vernunft geben sollte.
Wie sagte es Bandmitglied Emily Robison unter dem Jubel des Publikums so schön:
Wir bereuen Nichts !
Richtig, meine Damen, nicht ihr, sondern die USA sollte ihren falschen Patriotismus und ihre neue Intoleranz Andersdenkender gegenüber lieber bereuen.