Es war einst Peter Sellers der gesagt hat:
"Wenn man all die Inschriften auf dem Friedhof liest, fragt man sich wo eigentlich all die Schurken und Halunken begraben liegen."
Er hat absolut recht, wenn ein Mensch Pietät besitzt, dann macht er Tote nicht schlecht. Besonders an ihre letzten Ruhestätte oder bei einem eventuellen Gedenkgottesdienst. Genauso sollte man aber auch über Tote keine Lügen verbreiten, sie können sich nicht mehr wehren oder wie in unserem Fall bedanken.
Da machte doch Baden-Württembergs Ministerpräsident und bekennende Nachgeburt Günther Oettinger seinen verstorbenen und umstrittenen Amtsvorgänger Hans Filbinger vom Saulus zum Paulus. Wenn unser Politisches Wunderkind und Sprachkünstler Günther
„ Wir können alles außer denken“ Oettinger sich seine Rede (
geschrieben von einem unbekehrbaren politischen Rechtsaußen seines Landesverbandes) nur mal richtig durchgelesen hätte. Ich meine es war ja schließlich eine Trauerrede und nicht bloß eine Wahlkampfrede vor 200 angetrunkenen badischen Frohnaturen. Aber nein, auf der Fahrt dahin kurz mal den Text einstudiert, Trauermiene aufgesetzt und los geht es. Beim richtigen durchlesen wären ihm vielleicht dann die Passagen aufgefallen, in dem der NS-Richter Filbinger(
der Bock) zum NS-Gegner Filbinger(
der Gärtner) gemacht wird. Das diese und weitere zum Teil haarsträubende Äußerungen ihr Echo mit sich bringen würden hätte Satans (
oder wenn’s beliebt Teufel´s) Ziehsohn, als Vollblutpolitiker eigentlich klar sein müssen.
Aber vielleicht wollte er auch nicht gegen die eigenen Leute (die badische
Clique
Demoralisierter
Urologen) meutern, dort war Hans Filbinger bis zu seinem Tode hochgeschätzter Ehrenvorsitzender. Bis heute prägt sein Motto:
"Wer meuterte, gefährdete das Ganze."
die Partei.
(
Hans Filbinger in einem Interview mit der "Badischen Zeitung" als Begründung für seine NS-Urteile wegen Fahnenflucht, sagt viel über seine innere Überzeugung als NS-Gegner aus.)