Die EU-Kommission möchte eine Stellungnahme von der Bananenrepublik Deutschland zum Glücksspiel-Ländervertrag.
In unserem schönen Absurdistan gibt es nämlich eine staatliches Glücksspielmonopol. Der Grund ist das Spielsucht eine anerkannte Krankheit ist (
Alkohol und Nikotin gelten wahrscheinlich noch als üble Laster) und der Staat durch sein Monopol die Bürger schützen kann. Aber will er das auch?
Die tägliche Werbung der diversen Lotterien bei den öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten und die Flut an Werbepost der staatlichen Lotterieanbieter gelten hierzulande als Warnhinweise.
Ebenso dienen die großen staatlichen Casinos und Spielanstalten, wie der Zusatz Anstalt besagt, der Resozialisierung und Wiedereingliederung der süchtigen Spieler in das Milliardengeschäft.
Einzig die kleine Spielhölle haben Sie der privaten Wirtschaft gelassen, damit auch Sie mit blinkenden Daddelautomaten den Traum des großen Geldes, für den Gegenwert einer zerstörten Existenz feil bieten können. Außerdem muss es auch einen Ort geben wo all die Spieler hingehen können, denen der Zutritt zu den staatlichen Anstalten verwehrt wird. Selbsverständlich muss ein solcher Spieler erst mal Haus (
der Familie) und Hof (
der Eltern) verspielen damit der Staat ihn geschröpft ausspuckt und ihn teils aus Selbstschutz (
fehlende Bonität) und teils aus Fürsorge (
der Staat kommt für Sozialfälle auf) den Zutritt zu seinen Casinos verwehrt.
Nun gelten aber in der EU strenge Richtlinien was die Selbstzerstörung von Existenzen angeht. Warum dürfen die privaten Anbieter dem süchtigen Spieler ihrer Dienste nicht anbieten? Wieso kann man nur Lotto und Totto über das Internet spielen und sich so bequem von zu Hause in den Ruin treiben? Sind private Anbieter etwa nicht gut genug dem deutschen Bürger seine Existenz zu rauben?
Wie immer erkennt man an diesen planlosen Handeln, die Hirnlosigkeit der deutschen Politik. Wenn man es wirklich ernst meinte mit der Bekämpfung der Spielsucht und dem Verzicht auf die Milliardeneinnahmen. Dann fängt man als erstes damit an nicht jedes Mal wenn es einen größeren Jackpot als 2-3 Millionen gibt, ihn permanent in den Hauptnachrichten zu erwähnen, um damit auch die letzten Pauschalskeptiker (
wie mich) zur nächstgelegenen Lottoannahmestelle zu locken.
Es gibt nur einen Weg als Millionär aus dem Casino heraus zu kommen, man muss als Milliardär hinein gehen.